FK Tecnofutbol Hagenbrunn geht auch mit Kampfmannschaft neue Wege

Aufgrund der  zuletzt prominenten Verpflichtungen im Trainerteam und der rasanten Entwicklungen des FK Tecnofutbol Hagenbrunn haben wir unseren sportlichen Leiter Sascha Gasthuber zu einem Interview gebeten.


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Tecnofutbol.at In den letzten Tagen war der Fk Hagenbrunn in aller Munde, zum einen wurde bekannt, dass Paul Scharner für den FK Hagenbrunn am Feld und abseits davon aktiv ist und zum anderen wurden einschlägig bekannte Trainer aus dem In und Ausland verpflichtet. Wo soll denn der Weg des FK Hagenbrunn hinführen und was hast du mit diesem sagen wir Profitrainerteam vor.

 

Sascha Gasthuber: Es war seit der Gründung unser Anspruch unseren Spielern die bestmöglichste Ausbildung zu ermöglichen. Unser vorhandenes Budget wurde und wird zu 80% in das Trainerteam investiert. Da wir jetzt auch eine KM und Reserve haben werden, wurde auch dort an einem tollen Trainerteam gebastelt.

 

Tecnofutbol.at Widmen wir uns dem Nachwuchs bzw. der Jugend des FK Hagenbrunn. Mit Chus wurde ein Top Mann vom spanischen Traditionsklub Espanyol Barcelona verpflichtet. Wie kam es dazu und was werden seine Aufgaben sein?

 

Sascha Gasthuber: Wir kennen uns bereits seit einigen Jahren. Chus hat damals bei unserem Kooperationspartner in Barcelona nämlich bei CE Vila Olimpica gearbeitet. Seit unserem ersten Treffen wurde der Kontakt aufrechterhalten. Chus, welcher derzeit mit Espanyol in Schweden bei einem Top U13 Turnier verweilt, ist bereits seit 3 Jahren für die Fußballschule Tecnofutbol aktiv, dass es nun geklappt hat, dass er nach Österreich übersiedelt um für den FK Hagenbrunn zu arbeiten freut mich besonders. Chus wird die U12 und die U17 betreuen.

 

Tecnofutbol.at Neben den spanischen Trainerkollegen wurden ja noch weitere Top Leute verpflichtet, was kannst du uns denn zu diesen sagen?

 

Sascha Gasthuber: Das ist richtig. Unser Trainerteam für die kommende Saison kann sich wirklich sehen lassen. Neben Martin Haselmayr (U15 Coach) welcher bis zuletzt den SV Sierndorf in der Gebietsliga als Spielertrainer aktiv war, wurde Wolfgang Slezak (U18 Teamkollege von Paul Scharner bei Austria Wien) vom USV Großrußbach verpflichtet.

Julian Rathofer (kommender U14 Trainer) war bis zuletzt für die Real Madrid Fußballschule europaweit im Einsatz. Abgesehen davon war er bereits Cheftrainer im NLZ bei RW Oberhausen. Florian Gasthuber, Christian Leitner, Hüseyin Akdag, Frank Gasthuber und Goran Cvijetinovic wurden aus dem Trainerstab aus dem Vorjahr übernommen.

 

Tecnofutbol.at Das klingt wirklich sehr vielversprechend. Ist die kommende Kampfmannschaft ähnlich gut aufgestellt – wie groß ist der Betreuerstab bei den „Seniors“ des Vereins?

 

 

Sascha Gasthuber: Als Cheftrainer wird Paul Scharner fungieren. Die Co Trainer sind Martin Haselmayr und Wolfgang Brödl. Als Fitnesstrainer/Masseur steht uns Goran Cvijetinovic bei Spielen und Trainings zur Verfügung. Hier gilt es das Optimum aus unseren Spielern herauszuholen und sie dementsprechend für bevorstehende Aufgaben vorzubereiten.

 

Tecnofutbol.at 4 Trainings pro Woche für die KM wurden bereits angekündigt, ist dies nicht etwas viel für die 2. Klasse?

 

Sascha Gasthuber: Abgesehen davon, dass wir uns nicht als typischer 2.Klasse Verein sehen, ist es unser Ziel, junge motivierte Spieler zu entwickeln. Dafür haben wir uns unserem Konzept 2 verschiedene „Spielerkategorien“ der kommenden KM vorgesehen.

 

Kategorie A: Junge Spieler welche das Ziel haben sich für höhere Aufgaben vorzubereiten. Diese trainieren 4x die Woche. 2x davon mit der Mannschaft und 2x im Individidualtrainingsbereich, d.h. Schnelligkeit, 1:1, etc.

 

Kategorie B: Dies sind die erfahrenen Spieler, welche die Aufgabe haben die Jungen zu führen und in der Entwicklung zu helfen. Diese trainieren lediglich 2x pro Woche.

 

 

Tecnofutbol.at Ist der sofortige Aufstieg das Ziel in der 2. Klasse Donau?

 

Sascha Gasthuber: Mittelfristig ist es unser Ziel nicht in der 2. Klasse Donau zu spielen. Wer Paul und mich kennt, weiß, dass wir immer nach dem Größtmöglichen streben. Wohin uns die Reise führt, steht in den Sternen. Fakt ist, dass wir keinen Druck auf das Team ausüben werden und demnach keine Zielsetzung in Form eines Aufstieges ausgeben werden.

 

Tecnofutbol.at Anfänglich wurde eine Ausnahmegenehmigung beantragt, dass die Befreiung einer Reservemannschaft sowie die Befreiung der Eigenbauspielerregelung vorsieht. Mit den Ausnahmen ist jedoch ein möglicher Aufstieg ausgeschlossen.

 

Sascha Gasthuber: Wir haben uns gemeinsam entschieden, in die kommende Saison doch mit einer Reservemannschaft zu starten. Auch wenn es schwierig wird als reiner Ausbildungsverein, so werden wir in den sauren Apfel beißen und auch die Eigenbauspielerregelung annehmen.

 

Tecnofutbol.at Um einen möglichen Aufstieg im ersten Jahr nicht auszuschließen?

 

Sascha Gasthuber: Um die rechtliche Grundlage eines Aufstiegs zu schaffen, ob es passiert oder nicht werden wir sehen. Es ist kein Geheimnis, dass wir vorne mitspielen möchten – wozu unsere Truppe im Stande ist, wird sich im Laufe der Saison zeigen.

 

Tecnofutbolat.at Es wurde bereits in den Medien angekündigt, dass der FK Tecnofutbol Hagenbrunn nicht bereit ist in Spieler zu investieren oder sich sogar Legionäre ins Boot zu holen, woher kommt das und was steckt dahinter?

 

Sascha Gasthuber: Wir leben in einer kranken Fußballwelt. Spieler erhalten in der letzten Liga (Anm. 2.Klasse) bis zu 1000 EUR monatlich. Meistens über illegale Zahlungsweg sprich Steuerfrei. Wohin soll das führen? Die beste Geschichte dabei ist, dass die sogenannten „Eigenen“ nichts bekommen, da diese ja sowieso anwesend sein werden – auch wenn diese bessere Leistungen bringen als die teuren Legionäre – „Eigene“ bekommen max. 1/10 von dem was „Auswertige“ bekommen sollten.

Da spielen wir nicht mit. Es gibt Vereine die 40.000 – 60.000 EUR investieren um eine 2. Klasse zu gewinnen, damit sie dann ein Jahr später draufkommen, dass sie sich die 1. Klasse nicht leisten können. Im Gegenzug bekommen Nachwuchstrainer keine Aufwandsentschädigungen da die Mitgliedsbeiträge für teure Legionäre verwendet wurden. Sparmaßnahmen im Nachwuchsbereich sind die Folge.

 

Wir haben bereits im Nachwuchsbereich ein Zeichen gesetzt. Höhere Mitgliedsbeiträge für eine bessere Ausbildung - nun rollen wir das nächste (Problem)Feld auf. Wir werden zeigen, dass es möglich ist eine schlagkräftige Truppe ohne teures Budget aufzustellen. Die Personen, welche bei uns eine Aufwandsentschädigung erhalten (Abgerechnet nach der PRAE) ist das Funktionsteam (Trainer, Betreuer sowie leitende sportliche Positionen)

 

Tecnofutbol.at Denkst du mit dieser Einstellung nicht auf Widerstand zu stoßen?

 

Sascha Gasthuber: Überall da wo Dinge zu Unrecht passieren, und wir es aufzeigen, ist Widerstand gerne gesehen, denn dann weiß man gleich wo es nicht richtig läuft.

Funktionäre, Trainer und so genannte Experten glauben in den unteren Ligen die Champions-League gewinnen zu müssen. Meistens sind das genau die Personen welche junge Talente zerstören, auf falsche Wege setzen und sich dabei noch steuerrechtlich strafbar machen. Man kann auch ehrlich und zielstrebig arbeiten. Nämlich mit ausgesuchten Spieler und Trainer. Es muss also nicht zwangsläufig sein, dass Fußballer nur auf das Geld achten und dabei sämtliche Werte vergessen.

 

 

Tecnofutbol.at Danke für deine ehrlichen Worte, vielleicht finden diese auch bei anderen Funktionären Gehör und du und dein Team tritt dabei eine Lawine los. Ich bedanke mich für das Interview und möchte abschließend die Frage aller Frage stellen:

 

Was sind die Ziele in der Saison 2017/2018.

Sascha Gasthuber: Unser Ziel ist es die kommende Saison besser zu sein als in der abgelaufenen Saison, sowie Spieler weiterhin nach den höchsten Ansprüchen zu entwickeln, unabhängig ob diese in der U10 oder in KM spielen.  Sobald man Teil der Tecnofutbol-Familie ist, ist man etwas Besonderes. Jeder hilft dem Anderen, Jeder wird mit Respekt behandelt – ganz gleich ob es der Gegner, die Schiedsrichter oder die eigenen Mitspieler sind.

Unser gemeinsames Ziel ist  es dieses positive Klima und unsere Gemeinschaft weiterzuentwickeln.